Bela B.'s Aktion: "Kauf nicht bei Nazis"

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Frak
Hat nen Schatten
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Beitragvon Frak » Di Jun 20, 2006 14:10

@schwarze Sonne: Sascha legt am letzten Juli Samstag im Melo auf,da kannst Du Dich Ihm vorstellen aber besser erst wenn der Abend vorbei ist denn sonst könnte es passieren das der gute Sascha vor lauter Diskutieren nicht mehr zum auflegen kommt
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der-killer-von-wien
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Beitragvon der-killer-von-wien » Di Jun 20, 2006 20:40

Achso, entschuldige, ich vergaß, ja nur auf die Bergsteiger-Idyllen verwiesen zu haben (wobei gesagt werden sollte, daß Julius Evola der Begründer der neuen Bersteigerromantik und Vordenker Luis Trenkers gewesen sein muß – ich meine damit nicht (!) Ursprung, sondern Wirkung (...))

Auch wenn er keine Trennung zw. NS/Faschismus im benannten Aufsatze aufzeigen will, stammt dies wohl ehedem vom Weltbild ab, das er in diversen anderen Schriften wiedergibt; so er immer den „traditionellen“ Weg beschrieb, also kommt es nicht von fern, keinen Hehl aus dem Karma der Geradlinigkeit zw. dem traditionell faschistischen Gedanken seiner etrusko-romanischen Vorfahren, sowie der feudalistisch-kastischen indo-europäische Tradition im allgemeinen und der weltlichen Umsetzung dessen im Prinzip der weltlichen Regierungsformen zu machen.
Sein Gedanke war nicht sonders revolutionär, sondern einfach nur rein faschistisch, was ich nicht abstreiten möchte. Widerspiegelt man den Faschismus zu der Zeit, in der Evola ihn „interpretierte“, so läßt sich vieles verdeutlichen:
Die „Rangordnung“, also das Kastenwesen das Evola heraufbeschwört, umfaßt mehr oder weniger 4 Stufen. Die oberste bildete sich aus der (rein) geistigen Aristokratie, der die Könige (vgl. die geistige Reinkarnations-Sippenstammestradition im prä-christlich Germanischen, die Brahman- und Vedentradition im Indischen, die Lamawanderungen, sippentreu in allen Lamafraktionen Nepal-Indiens v. a.. Gelb-/Schwarzmützentraditionelle als hervorhebungswürdig, sowie die res publica-Zeit im moderneren Rom [Sache des Volkes] die erst durch Ihre Volksvertreter und Vetomächte gekippt wurde, zuvor vom Senat in Kur „bestimmt“) entsprangen, somit eine un-menschliche Autorität ausübten, Prinzipien (Gesetze) verwalteten, die nicht ihre waren, sondern uralt als all-wesen-tliche Prinzipien fest-standen. Krieger, und der Rest. Zuletzt die letzte Kaste, die „Dienende“, die in vollkommener Akzeptanz ihrer Wege der Arbeit und des Dienstes ging, in absoluter Gewissheit und Gottesdienst, niemals zweifel gegen die Hierarchie hegend.
Was Evola mit dieser und von mir ausstaffierten „Aufstellung“ sagt, interpretiert er nicht, sondern legt deren Wert in die moderne Welt – eine verrohte, abgeschottete Massenhysterie in sich, die nur zu neuem strebte – v.a. in seinen Schriften aus den Spät-20er Jahren bis zum Kriegsbeginn verweist er nahezu in jeder Schrift auf die geistige Revolution, bestehend aus der sich gerade wiederbildenden europäischen Elite, die vor '23 und vor '33 geistigerweise und interkontinental bestand. (vgl. hierzu eben den „Heidnischen Imperialismus – Evolas Reich ist nicht das der strikten Rassenreinheit, vielmehr der Kastenreinheit aus Bildung der elitären Bewegung.
Hierbei unterscheide ich zw. Rasse und Kaste, was wohl aus obenbeschriebenem nachvollziehbar ist. Eine kastenartige(Wieder-)Bildung schien angebracht, da nur ein elitärer Gedanke zu höherem geleitet. Dieser elitäre Gedanke hat nichts mit [insertcoolnumber] Reich, Imperium Romanum, oder der Herrschaft jedweden Volkes/Nation/Despot zu tun, vielmehr lehnt er dies kategorisch ab. Nehmen wir folgliche Konstellation aus einem „traditionellen“Volk an:
2% obere
15% kriegerische
25% Bügertums-
58% untere
der Kastenzusammensetzung. Hierbei findet sich ein strikter hierarchischer Aufbau, der seinerzeit nicht durch despotischen Irrsinn geleitet, sondern als immerdar akzeptiert wurde. Eine Wiedereinführung einer Herrschaft über Sklaven wird hier nicht gefordert, sie wird vielmehr zugrunde gelegt. „Das Maß der Freiheit ist Macht“ - folgt man diesem Grundgedanken, dürfte nicht schwer erkennbar sein, daß genau dies nicht auf eine Versklavung der vermeintlich „Schwachen“ abzielt, sondern genau diametral widerspiegelt – da eine Kaste im Grunde nicht besteht, muß sie wiedergebildet werden, und dies aus dem „Humankapital“ der Völker (hierbei sei angemerkt, daß Evola den Semiten wie den Christen dies nicht aberkennt, sondern nur deren „Tradition“ als entgegengerichtet verwirft).

Evola spricht das allzudeutlich im „Heidnischen Imperialismus“ an, wenn er sagt, daß die Hierarchie eben nichts geschenktes ist, sondern quasi erarbeitet werden muß, als eine Art Aufgabe für den je einzelnen. Sie entsteht durch Übereinstimmung des ganzen Volkes (vgl. hierzu den modernen Begriff des „Wählerwillens“, für viele, bei 80 Mio, nicht nachvollziehbar), das thiudisk (Begriffsadaption traditionell/Wirth), wobei der „Herrscher“ per se initiiert, durch das Herrschaftsprinzip – monolistisch - wirkt. Das Repräsentieren eines Volkes, das nicht des Königs Unter-Gebenen-Unterdrückung, sondern ein göttlicher Organismus mit dem Herrscher als Haupt ist, obliegt dem, der es will, sprich den Willen zur Macht hat. Vergleicht man dazu das Beispiel Hitler (wie auch Mussolini), fällt auf, daß genau dieses Prinzip nicht anschlug – der vom Volk eingesetzte Despot hatte zwar den Willen zu Macht, doch diese Ursache bescherte durch fehlende Initiation die Wirkung, die hierbei zugrunde gelegt wird (mehr hierzu später) . Eine Freiheit bzw eine hegemonische Lebensweise entstand nicht unter dem deutschen Volk, es wurde wahrlich geknechtet und in seiner Freiheit beschränkt. Ein staatlicher Zensus setzte ein, und mit dem Irrglauben eine Elite geschaffen zu haben bzw im Begriff diese zu züchten (!; mehr unten), verlor sich der Herrschaftsgedanke während des Krieges und verblaßte unter dem Terror der vermeintlich Starken über die Schwachen (seien es die Minderheiten Zigeuner & Juden, die Ungewollten oder die Arbeiter im weiteren Gedankenlauf). Daß Evola die Kriegsjahre in Deutschland/Wien/Italien vebrachte sei ihm hierbei von mir nicht zur Last gelegt, auch seine Präsenz in den elitären Kreisen der NS scheint mir nachvollziehbar, da er sich ja quasi in „gewohnter“ Umgebung fand – er stellte zwar eine Koriphäe der Bewegung dar – dies möchte ich nicht leugnen - gehörte ihr jedoch nicht an, da sein Umfeld nicht das gewünschte, da es engstirnig und ausschließlich rassisch-national war.
Anhand des beginnenden Unterganges des Abendlandes, schlüsselt er auf, das eine Rückbesinnung vonnöten ist, die grundlegend in die herrschenden Strukturen eingreift. Das er hierzu, zu diesem Zweck, vielleicht blutige Mittel geheiligt hat, liegt allein darin, eine Wirkung hervorbringen zu wollen, nicht selbst weltlich zu wirken. Eine weltliche Form schien ihm angebracht, um hernach geistig den Weg „nach oben“ frei zu machen (vgl. hierzu den Aufsatz „Doppelantlitz des Nationalismus“, grundlegende Stellungnahme).

Auch sein Rassenbegriff war ein rein spiritualistischer, fernab von jedem biologischen Kriterium.
Er beschreibt nahezu grandios eine Herausbildung der spiritualistischen Kenntnisse der Völker(!), um hernach eine Trennung der bestehenden materialistsch-rationalistischen (er führt dies auf die judäo-christliche Tradition zurück) Masse zu beschreiben. Dies ist ein weiterer Gesichtspunkt, der einem heidnischen Imperialismus folgt. Errichtung eines geistigen Verbund-Reiches, ein „In-Sich-Reich“ das fernab von jeglichem Stoff existiert. Ich würde es als treffliches Beispiel empfinden, hierzu ein Beispiel aus der modernen Volkswirtschaft anzubringen, die die sog. Bedüfnispyramide kennt. Hernach eine Art Olymp als Treffpunkt der Bedüftigen, mit dem „niederen“ Synonym des Circus Maximus.
Hierbei darf zw. Angehörigen der jeweiligen Völker/Nationen nicht getrennt werden, es findet keine Unterscheidung statt. Zugrundegelegt wird ausschließlich die Akzeptanz aus der Tradition herrührend, gegenüber den jeweiligen „Bedürfnissen“ des je einzelnen. Der Begriff Masse kann bei Evola willkürlich gegen den Begriff Verkettung, einer Anzahl von Wesen gleicher fasson, ersetzt werden.
Wenn der „Herrschende“ nur über die „Masse“ regiert, so ist das nichts anderes als der „mit Macht gekürte“ seiner Fasson entspricht. Es ist das geistige Prinzip des Pontifex, so sich die letzten Kaiser des Imperium Romanum weltl. verstanden, und als deren Nachfolger das der Päpste, welches Evola als Prinzip derer nie abgelehnt hat, sondern ausschließlich auf deren (judäo-christliche) Hintergründe verwies.
Sein „Königsweg“ ist der des Brückenbauers der Göttlichkeit und den Massen, ein Regnum Sanctum daß niemandem zur Kur obliegt, außer denen die die Göttlichkeit kommunizieren(vgl. Kardinals-Kur).
Was er anprangert ist das verlorene Bewußtsein des Abendlandes, einen Vor-Rang, gegründet auf geistige Werte wie o.g., zu erkennen, eher eine politische Idee, die weltlich und rational ist, selbst einzusetzten. Weltliche Eigenschaften als Insignien zu verehren, die oft auf Gewalt beruhend, den materialistischen Massenmenschen zu beschreiben; am Bsp. Hitlers einen Machtwillen, Durchsetungsvermögen, Charisma, Stärke usw.; zur rechten Zeit kommend mit dem zukünftigen materiellen Wohlstand prahlend.
Es ist ein Fehl, Macht und als deren Wirkung Gesetze und Durchführungen auf die Masse zu stützen, ausschließlich deren Kriterien zu akzeptieren und zu verwalten. Ein König ist nicht der Verwalter des Staates, er ist dessen Oberhaupt (vgl. oben). Und ebendies war Hitler/Mussolini nicht; sie waren die Despoten entspringend der Fehlleitung und Machteinsetzung einer Masse, die sich im Moment als stärkste erwies(vgl. Sinnspruch: würdig, König zu sein, ist lediglich der, dessen Sinn sich zu solcher Höhe erhebt." ).
Einen Sinn, erkenne ich hierbei nicht.

Soviel zu Luis Trenker.


Ferner der genannten Quellen, "Metaphysik des Bergsteigens" yada yada
i got my mojo workin', it just don't work on you

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