eure erinnerungen an matt...

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Marc
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eure erinnerungen an matt...

Beitragvon Marc » So Mär 21, 2004 05:56

hallo allerseits,

zusammen mit matts bruder möchte ich - basierend auf einer idee von matts mutter - ein heft mit den gesammelten erinnerungen an ihn zusammenstellen.

das wird uns dabei helfen, matt niemals zu vergessen und ihn so in erinnerung zu behalten, wie er war.

wer also material hat - ganz egal ob ganz persönliche erinnerungen an matt oder vielleicht ein photo - möge mir selbiges bitte zukommen lassen.

vielen dank schonmal vorab für eure hilfe.
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Beitragvon AvisNidus » Do Apr 22, 2004 22:37

Dann mach ich mal den Anfänger,

also Matt bleibt mir in Erinnerung als .......

... verdammt guter Zuhörer
... jemand mit dem man auch mal ein geniales Gespräch haben konnte
... krasser Fahrstil
... ausgeprägter Orientierungssinn
... geniales Lächeln
I never gave a fuck for the term Punk ... it´s all about being yourself, being a fucking Individual...
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motte
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Beitragvon motte » Do Mai 20, 2004 19:29

sollen wir die texte denn online stellen oder dir zu pmen?
irgendwie schon besser im taxi zu weinen, als im HVV-Bus, oder nicht?
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Marc
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Beitragvon Marc » Do Mai 20, 2004 20:54

@motte: ist im grunde egal, wie ihr wollt. :)
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Soylent
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Beitragvon Soylent » Do Mai 20, 2004 23:15

meine letze erinnerung an matt...

als ich am samstag abend bei ihm war, mit konsole und dvd player, mit pizza und bier
wir verbrachten den abend damit, erzählten, spielten und tranken,
ich genosse es sehr, auch die licht und schatten vorlesung.
doch dass dieser abend der letzte seines lebens sein würde wurde mir am montag morgen in der schule klar...
man rief mich ins sekreteriat und die polizei war am telefon, sie erzählte mir dass sie eine geldbörse gefunden hätten, meine..
ich war sehr verdutzt und sagte auch dass ich sie vergessen hätte bei miller zu hause in babenhausen
dann verriet mir die person am telefon das schlimmste was ich bisher hörte und der schultag wurde zum tag voll grauen, danach bei der polizei wurde mir alles erzählt und realisiert habe ich es zu der zeit immer noch nicht.
warum und wieso, ist keiner person klar, hätte man was dagegen tun können? hätte man es merken können?
diese fragen schwirren mir ab und zu noch immer im kopf,
ich wünschte es wäre nie passiert... sorry matt, aber das war einfach nur dumm ...
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Beitragvon motte » Fr Mai 21, 2004 13:23

Nach etwas Abstand kann ich nun beginnen....

Matt, es fällt mir nicht leicht einen Text über dich zu verfassen. Die Erinnerungen an einen Menschen in ein paar Zeilen einzufangen ist eine Unmöglichkeit. Deine Persönlichkeit war viel zu komplex, das Zusammensein mit dir viel zu abwechslungsreich, als dass man es zusammenfassen könnte.

Aber andererseits sind Erinnerungen subjektiv. Jeder, der dich kannte hat eine andere Seite von dir zu sehen bekommen. Die Seite von dir, die mir vorbehalten war, gefiel mir.
Es klingt abartig wenn ich sage, ich mochte dich. Denn ich mag dich immernoch.
Auch wenn du im physischen Sinn nicht mehr da bist, so lebst du doch weiter in meinen Gedanken.
Als ich in der Kirche saß – es war dein Abschiedsgottesdienst, der abgehalten wurde – da redete der Pfarrer von Trost, den wir finden werden. Ich horchte auf, denn ich erhoffte mir, so seltsam es klingen mag, eine eingehende Erklärung, eine Art Rezept, wie man Trost finden kann. Der Pfarrer empfahl uns den Glauben an das Leben nach dem Tod und an ein daraus resultierendes Wiedersehen. Blöd ist, wenn man nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt.

Ich habe es wirklich versucht. Mir vorzustellen, dass es da eine zweite Welt gibt, in der alle Charaktere, die von dieser Welt gegangen sind sich genauso wiederfinden lassen, wie man sie kannte. Aber mein Verstand, meine Logik klopfte vehement gegen die Innenseite meines Kopfes und sagte: “Nein! Das ist absurd! Wofür bist du dreizehn Jahre zur Schule gegangen? Um diesen Unfug zu glauben?“ So leid es mir tut, ich kann in der Hoffnung auf ein Wiedersehen keinen Trost finden. Außerdem wäre es verdammt stressig, wenn man nach einem gelebten Leben in die Unsterblichkeit übergeht und dort alle – und ich meine ALLE – Bekannte wiedertrifft, die man kannte. Eine verquere Vorstellung, das Alles.

Nun gut, ich glaube also nicht an das Leben nach dem Tod.
Aber woran ich glaube, das ist die Macht und die Zähigkeit der Träume.
Und deine Träume, Matt, die sind stark. Die werden weiterleben. Ob in unseren Köpfen oder in den Weiten der Welt, aus denen sie eines Tages herausgefischt und von einem anderen Kopf weitergedacht, von einem anderen Herz weitergeträumt werden.
Und ich wünsche deinen Träumen, dass sie sich diesmal nicht in rostigen Schranken verfangen, sondern das ihr Weg gesäumt ist von blühenden Kirschbäumen...

Es sind keine bestimmten Ereignisse, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Es sind Momente.

Der Moment in dem wir beide nebeneinander vor der leeren Tanzfläche stehen. Der kurze Blickwechsel, dann der Satz: „Wenn du gehst, geh ich auch!“
Der Moment, in dem wir beide nebeneinander auf den Stufen sitzen. Die Textzeile „...lass uns sein wie wir sind, lass uns selber sein.... „ weht herüber und du fragst: „Findest du das romantisch?“
Der Moment, in dem ich im Auto nach hinten blicke und du auf dem Rücksitz eingeschlafen bist.
Der Moment in dem du lachst.
Der Moment in dem du mit dem einen Bein ein wenig in die Knie gehst, den anderen Fuß vorschwenkst und mit einer Hand in der Hosentasche so grinst, wie es nur du konntest.
Der Moment in dem du sagtest: „Du schaffst das. Du bist ne Powerfrau.“

Ich habe überlegt, welches der letzte Moment war, in dem wir uns getroffen haben. Man misst einer letzten Begegnung immer eine enorme Gewichtung zu.
Da war noch dieses Treffen bei Marc, bei dem du zufällig vorbeischneitest, als auch ich anwesend war. Du mochtest meinen Ingwertee nicht probieren.
Ich nehms dir nicht übel. Du hast auf deine typisch charmante Art abgelehnt. Die Schultern leicht angezogen, den Kopf etwas schräg gelegt, und dann ein vorsichtig formuliertes „naja, weißt du....“

Es gibt viel zu viele Momente, in denen ich noch an dich denke und das lustige Liederraten kann ich auch vergessen, da du mein einzig ernstzunehmender Konkurrent warst ;-)

Rest in peace, Matt.
irgendwie schon besser im taxi zu weinen, als im HVV-Bus, oder nicht?

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