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Berichte, Reviews, Vorschläge & Kritiken zu süddeutschen Clubs & Veranstaltungen

Moderator: SchattenCops

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Trinity
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Beitragvon Trinity » Fr Jul 06, 2007 06:51

Dunkellicht hat geschrieben:toleranz und offenheit sollte wohl ehr vom publikum kommen, was ich besonders bei den mädels (ihr seid einfach die besten djs im melo *schleim*) beobachten kann die ab und an die eine oder andere perle anspielen worauf sich die tanzfläche schneller leert wie silvios korea :lol:


darum schrieb ich ja schon vor einiger zeit: ......die gäste welche doch einfach auch mal den dj machen lassen sollen bzw nicht sofort meutern wenn ein song unbekannt ist oder nicht gefällt.

für viele ist es das selbe schema: song kenn ich nicht? - tanz ich nicht! (hatte ja auch noch garkeine zeit meine schritte ein zu üben....)

(so schnell wie silvio sein korea leert kann niemand die tanzfläche verlassen - nu übertreib nicht so....es handelt sich um gäste, nicht um d-züge...)
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Marcus (FDS)
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Beitragvon Marcus (FDS) » Sa Jul 07, 2007 15:37

Wer versucht, es dem ganzen Publikum rechtzumachen, ist doch nach kurzer Zeit reif für ein psychatrisches Institut! Irgendwer beschwert sich doch immer......
Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen nun für Männer, die ihre Schwerter behielten.

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Beitragvon Trinity » Mo Jul 09, 2007 11:55

man wird es nie allen recht machen können.

es muss eben eine balance her aus dem guten willen (bzw experementierfreude) der gäste, des dj´s und des gastgebers (in der rofa ist es beispielsweise auch scharf reglementiert was laufen darf und was nicht - ist nicht zuletzt sicherlich auch wegen der größe des ladens nicht unwichtig)
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Beitragvon Marcus (FDS) » Mo Jul 09, 2007 20:38

Trinity hat geschrieben: (in der rofa ist es beispielsweise auch scharf reglementiert was laufen darf und was nicht - ist nicht zuletzt sicherlich auch wegen der größe des ladens nicht unwichtig)

Ganz ehrlich: Würd ich mir nicht bieten lassen! Dann brauch ich keine DJ's, sondern kann gleich Zillo-Sampler 1 - 12 durchlaufen lassen! An dieser Stelle wäre das "Bewerbungsgespräch" für mich beendet!!!
Und wieder werd ich in meiner Vorliebe für kleine Clubs bestätigt!
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Beitragvon Trinity » Mo Jul 09, 2007 21:19

auch wenn ich deine meinung teilweise selbstverständlich teile, muss man es leider zuweilen auch mal von der objektiven seite sehen.
die schwarze szene "boomt" zwar gerade - aber eigentlich auch nur die kommerzielleren genres (eben sehr technoid oder ville-vallo-lastig). ein großer club muss eben finanziert werden. und das geht leider nicht mit underground wie ich ihn vielleicht sehr gerne mal hätte. (das macht große clubs für mich eben auch eher unattraktiv)

(ging vielleicht schon - wenns dennoch leute locken würde.)
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Beitragvon Marcus (FDS) » Mo Jul 09, 2007 22:44

Das die schwarze Szene "boomt" kann ich grad nicht so recht nachvollziehen!
Auch haben wir hier fast nur noch große Clubs (Abby, Melo, Rofa, das Cat zähl ich mal auch noch dazu...) - und die kleinen haben - bis auf's Sunflower - alle aus den verschiedensten Gründen dicht gemacht oder mit schwarz aufgehört: U2 = abgerissen, Adler = Pächterwechsel, Charly's = Konzessionsentzug/Pächterwechsel, Juze Laupheim = was weiß ich warum, Carfax.......usw.....vor allem im Raum MM sieht's "schwarz" aus...... :?
Ich könnt :klopp: wenn ich denk, daß ich's vor ein paar Jahren 10 Min. (zu Fuß!!!) in die Disco ("LaGrange"....) hatte........und meist 2 Std. wieder heim...... :prost:
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Beitragvon Trinity » Di Jul 10, 2007 07:33

auch wenn diese unterhaltung langsam etwas am thema vorbei geht:

mit boom meinte ich die zunehmende massentauglichkeit der szene. angefangen von der mode (ist ja alles mittlerweile so ziemlich überall erhältlich) bis hin zu musik (apotygma berzerk oder him, within temptation, evanescence uvm. sind tageslichttaugliche interpreten deren musik nicht nur in schwarzen clubs gespielt wird) es sei mal dahin gestellt in wie weit das der ein oder andere noch als "schwarz" betrachten möchte, unumgänglich ist jedoch die tatsache, dass der hauch von schwarz zur zeit recht chic ist (seit ner weile).

das ein schwarzer boom nicht mit einem boy-band-boom o.ä. vergleichbar ist, ist logisch.
kein wunder also warum clubs in ländlicheren gegenden einen sehr schweren stand haben. im fall vom grange war es sicherlich auch ein gutes stück fehlmanagment/lustlosigkeit (zu mindest von einem der beiden.....) was den laden scheitern ließ - denn wenn ein club einen gewissen kultstatus hat, ist es fast egal wo dieser steht. (fast egal...klammern wir das wetter mal eben aus)

umso verständlicher wird es dann allerdings wieder, dass man dann erst recht nicht mit nischenpolitik anfangen kann. sprich mit derart aussergewöhnlichem das es eben nur einen bruchteil der szene anspricht.

wie erwähnt, find ich auch schade. weil eben ganz oft der fehler gemacht wird (bzw man zu übervorsichtig wird) und eben überhaupt nichts aussergewöhliches mehr gespielt wird. aus angst vor einer leeren tanzfläche und meuternden gästen und dann natürlich auch wegen eines unzufriedenen gastgebers.

immer das gleiche spielchen.

und dann kann ein laden noch so gut sein und ansich jeder gut davon sprechen....wenn einmal der satz "ist halt nie viel los dort" gefallen ist, werden sich viele überlegen eine teilweise lange fahrt auf sich zu nehmen nur um dann in einem halbleeren laden zu stehen. (so geschehen im u2) jeder fand das u2 eigentlich prima - aber "niemand" ist hingegangen. so oft ich da war (wohnen ja jetzt in türkheim, liegt also quasi ums eck) war nicht die bohne los. aber überall wurde nur in den besten tönen von gesprochen....komisch, komisch.

ich wiederhole mich:
es müssten eben alle etwas offener werden. gäste, dj´s und clubbesitzer.
dann kann man auch songs spielen die einem nicht aus den ohren wachsen und die trotzdem nicht dran schuld sind das niemand mehr in so einen laden geht.
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Beitragvon Dunkellicht » Di Jul 10, 2007 20:09

Lothar hat geschrieben:
Dunkellicht hat geschrieben:das cult cafe in muc

Kafe Kult heißt der Laden :wink:


Sehr schön, hier wird noch deutsch gedacht und geschrieben!
Against Anglizismen!

@trinity:
es war einmal eines schönen abends im melo. es wurde NDW angekündigt und es kam NDW. jedoch fehlten an diesem abend die aus funk und fernsehen bekannten quotenhits was einige selbst ernannte musikkenner dazu veranlasste selbigen nach 2 stunden gestänker zu verlassen.
so sind sie halt die meckerliesen der nation. ;)

*schnipp*--------------*schnapp* > B2T
Es ist wohl sehr problematisch in grossen Clubs gesonderten Sound zu spielen. Der Rubel muss rollen, ansonsten muss auch der grösste Club zu machen, egal wie sehr eine kleine Anhängerschaft dahinter steht.
Kleinere Clubs leben doch meist von ihrem Stammpublikum und die schwarze Szene ist nicht gerade die grösste. Lieber 1x Monat ein schwarzer Abend in einem Mainstream Club, als einen komplett schwarzen Club der dann deswegen dicht macht.
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Feminismus existiert nur, um häßliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren. - Charles Bukowski
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Beitragvon hellboy » Mo Jul 23, 2007 20:29

Mein Senf... :mrgreen:

ALLE schwarzen Clubs sind kleine Clubs, auch das Melo oder die Rofa. Wer mal nen großen Club sehen will soll sich mal eine normale Großdisco ansehen, da ist locker das 10-fache los.

Jeder der irgendetwas für die schwarze Szene macht bekommt nur Gemecker ab. Sei's Klamotten, Musik, Disco, Festivals oder sonstwas, man hört eigentlich nur negatives. Aber ich denke das liegt im Grundgefühl der Bewegung begründet und man darfs nicht zu ernst nehmen.

Mindestens 50% aller Besucher eines Events gehen nur zum kollektiven meckern dort hin.

Musik:
Ein Hit oder ein "kommerzieller Abend" in einer Schwarzdisco ist ganzheitlich betrachtet eh ein Witz.

Ein "schwarzer" Hit ist aus genau einem Grund auch häufig gespielt: Viele Gäste wollen das hören und tanzen darauf. Alle denen das nicht gefällt, bleiben der Tanzfläche fern. Darüber, was läuft und was nicht wird basisdemokratisch mit den Füßen abgestimmt.

Und wenn einem als reifen Altgruft bei ASP die Ohren bluten, ist das nur ein persönlicher Geschmack der leider nicht gegen die zahlreichen Tanzenden ankommt.

Wer aber seinen persönlichen Geschmack als Musikfilter einsetzt hat häufig sehr schnell keine Gäste mehr. Kleine Clubs mit sehr speziellem Sound hatten häufig genau dieses Problem.

*ende, Senftube leer*
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Beitragvon Lothar » Mo Jul 23, 2007 21:55

@hellboy: Bild Bild Bild

hellboy hat geschrieben:Jeder der irgendetwas für die schwarze Szene macht bekommt nur Gemecker ab. Sei's Klamotten, Musik, Disco, Festivals oder sonstwas, man hört eigentlich nur negatives. Aber ich denke das liegt im Grundgefühl der Bewegung begründet und man darfs nicht zu ernst nehmen.

Das ist erstens etwas zu negativ ausgedrückt (bist du etwa noch nie von mir gelobt worden, siehe oben? :wink: ) und zweitens ist dieses "Gemecker" keineswegs nur negativ. Wir erinnern uns da z.B. an einen schwarzen Laden, der zur Euro-Einführung den Korea-Preis von 6,- DM auf 4,- Euro erhöhen wollte. Als er (bzw. seine Bedienungen) gleich am ersten Abend von zig Kunden "angemeckert" wurde, schrieb er dann statt dessen 3,50 Euro auf die Karte. Stell dir Ähnliches mal in einer "normalen" Disco vor :lol:
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Beitragvon Zitrone » Mo Jul 23, 2007 22:44

Schwarze sind elende Meckerliesen, finde ich schon auch. Allerdings würde ich jetzt nicht so weit gehen und sagen, die 50 Prozentmarke wäre mit diesen Menschen erreicht. Aber vielleicht liegt es ja daran, dass gute Laune und Lachen verboten ist als Grufti :wink:
Nein wieder im Ernst, ich finde so viel "Mitspracherecht" wie sich Schwarze in schwarzen Discotheken rausnehmen, oder erwünschen hat man in keiner anderen Disco. Schon gar nicht in den normalen Läden. Und manchmal bleibt da das Gefühl nicht aus, dass die Gäste ja eh besser wissen, was zu tun ist, als der DJ. Sicherlich sieht man über die Fülle auf der Tanzfläche, wie beliebt ein Song ist, aber um auch zur Abwechslung und Erneuerung der Top-10 beizutragen sollte man eben auch mal einen noch nicht etablierten Song spielen und riskieren, dass keiner oder nur wenige tanzen. Und selbstredend die Meckerer parat stehen um einem zu erklären, dass das doch dämlich war. Ich weiß aus meiner eigenen Erfahrung wie dünn das Eis sein kann... darum versuche ich Abende an denen ich privat unterwegs bin auch einfach mal nur zu genießen und mir anzuhören, was dem DJ einfällt. Meine Lieblingssongs kann ich mir dann auch zu Hause anhören, auch wenn ich mich freue sie mal laut in der Disse zu hören.
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Beitragvon thono » Mo Jul 23, 2007 23:10

hellboy hat geschrieben:Wer aber seinen persönlichen Geschmack als Musikfilter einsetzt hat häufig sehr schnell keine Gäste mehr. Kleine Clubs mit sehr speziellem Sound hatten häufig genau dieses Problem.


ein tom talionis hat z.b. glaube ich sehr wohl seinen eigenen geschmack durchgesetzt und du weißt selber, wie erfolgreich die parties waren. ok - waren auch andere zeiten zugebenermaßen.

nunja - ich habe den thread wieder etwas angeschoben - insofern sollte ich mal wieder etwas dazu schreiben, aber z.zt. kotzt mich die schwarze szene zu sehr an, daß ich mir da gedanken machen möchte. es ist schon so, daß dieses permante gemeckere, was wohl so ausgeprägt wie in keinem anderen musikalischen genre ist, einfach auf dauer zu sehr auf den wecker geht. aber 2,3 zeilen werden mich hierzu sicherlich noch einfallen...
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Beitragvon Lothar » Di Jul 24, 2007 21:19

Offensichtlich hat das Gemecker (auch "Mitspracherecht" genannt; danke Zitrone für diesen Ausdruck in diesem Zusammenhang :wink: ) auch positive Folgen für die Discos und deren Gäste; woanders ist die einzige Reaktion, die die DJs vom Publikum erfahren, der Tanzflächenfüllungsgrad :?
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Beitragvon Trinity » Mo Jul 30, 2007 20:02

auch noch einen klecks senf dazu:

es gibt auch noch die andere variante:
manchmal ist ein abend so toll weil man a) eh super laune hat b) liebe leute trifft, dass die musik darüber hinaus etwas drittrangig wird.
oder c) manchmal ist man (selbst als ewig meckernder altgrufti) in einer so komischen laune, dass man sich übelst über längst überhörte songst freut.
und dann nervt es sogar den nervi, weil er ständig an leute gerät die den ganzen abend nur meckern.
oder: man freut sich ganz arg über einen song und hört im hintergrund nur: soooo ein sch..... lied schon wieder.
das nervt dann wiederum auch. also, was lernen wir daraus? im grunde gibt es immer gründe das jeden alles nerven kann. man kann es keinem immer recht machen.

solange ein abend halbwegs durchwachsen ist, sprich neben den tanzgaranten auch mal experimente kommen oder tanz-wackel-kandidaten-wünsche erfüllte werden, sollte jeder irgendwie auf seine kosten kommen. (sofern ein flyer-motto auch halbwegs eingehalten wird: zb wenn sich ein - laut flyer - death-rock-lastiger abend doch als ibiza-party entpuppt...ist das freilich doof)

ich gehe jetzt baden.

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