Auswandern? ... oder doch lieber wählen!?

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Beitragvon Dunkellicht » Mi Mai 27, 2009 22:13

Erschreckend und erbärmlich wie weit es mittlerweile in Deutschland gekommen ist.

Nichts gegen die Sperren wenn damit auch in 10 Jahren nur KiPo gesperrt wird. Und lieber per DNS die ich umgehen kann, als zwangs-proxies oder das china modell ... aber gut,.. heutzutage steht schon für weniger die polizei vor der haustür. die kotzen mich auch an: schreien ständig das sie zuviel arbeit hätten, überstunden, etc.
wollen aber nur mehr kohle, statt weniger arbeiten und mehr kräfte einstellen.

mich widert in diesem land einfach nur noch alles und jeder an.
mehr als 2/3 wählen schwachsinn (wobei es im endeffekt eh egal ist, .. die wichtigen politischen entscheidungen werden sowieso auf wirtschaftlicher ebene getroffen..), die politiker lügen von vorn bis hinten und sind so dermaßen machtgeil.. usw,.

ich kann garnicht soviel fressen, soviel kotzen könnt ich.
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Beitragvon Der_Schwarze_Mann » Fr Mai 29, 2009 15:38

ui, ist es stinkig...

gugst du hier--> http://cipha.de/2009/05/12/der-elektronische-polizeistaat/
"Hätt´ ich nur die blaue Pille genommen..."
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Beitragvon Lothar » Sa Mai 30, 2009 00:00

Dunkellicht hat geschrieben:Erschreckend und erbärmlich wie weit es mittlerweile in Deutschland gekommen ist.

Dunkellicht hat geschrieben:mich widert in diesem land einfach nur noch alles und jeder an.

Na dann hilft ja wohl nur noch auswandern :wink:
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Beitragvon Der_Schwarze_Mann » Mo Jun 01, 2009 18:48

und hier gibts tipps--> http://www.flyforever.de/auswandern/
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Beitragvon Otto Normalverbraucher » Di Jun 02, 2009 17:44

Dunkellicht hat geschrieben:mehr als 2/3 wählen schwachsinn


Wie Du schon selber richtig erkannt hast: Das ist EGAL! Wer mitwählt ist mitschuldig. Die einzige Alternative ist Verweigerung. Ich bleib auch zuhause. Ich hoffe ich hab Dir weiter helfen können.
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Beitragvon Myrddin » Di Jun 02, 2009 19:20

Otto Normalverbraucher hat geschrieben:
Dunkellicht hat geschrieben:mehr als 2/3 wählen schwachsinn


Wie Du schon selber richtig erkannt hast: Das ist EGAL! Wer mitwählt ist mitschuldig. Die einzige Alternative ist Verweigerung. Ich bleib auch zuhause. Ich hoffe ich hab Dir weiter helfen können.


Tja, wer nicht wählt darf später auch nicht schimpfen. Nur wer an der Demokratie teilnimmt kann wenigstens ehrlich frustriert sein das selbige nicht (mehr?) funktioniert.

Nicht wählen als Form des Protestes ist gescheitert. Das haben die letzten Jahre mehr als deutlich gezeigt. Da wird ein wenig geheuchelt das es doch so traurig ist, doch geändert wird nichts (...mal abgesehen von teuren Kampanien die mit meinen Steuergeldern finanziert werden).

Ich kann nur jeden empfehlen sich gut zu informieren. Ich war sehr überrascht was es neben "den Großen", für mich nicht mehr wählbaren und der noch viel weniger wählbaren braunen Suppe sonst noch so gibt. Auch auf die Gefahr hin das meine Stimme diesmal noch im "Sonstige-Sumpf" verlohren geht, wenn nur genug Bürger unzufrieden sind und nicht der Totalverweigerung anheimfallen, dann werden irgendwann die unzufriedenen "Sonstigen" beachtet werden müssen.

In diesem Sinne ...
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Beitragvon Otto Normalverbraucher » Mi Jun 03, 2009 13:56

Vermutlich ist das jetzt Off-Topic, nachdem der Titel des Threads "Auswandern ...oder doch lieber wählen!?" meine Meinung ja von vornherein ausschließt. Nachdem der Thread allerdings nicht zuletzt Aufgrund einer Äußerung meiner gestartet wurde, gebe ich trotzdem meinen Senf dazu:

Myrddin hat geschrieben:Tja, wer nicht wählt darf später auch nicht schimpfen. Nur wer an der Demokratie teilnimmt kann wenigstens ehrlich frustriert sein das selbige nicht (mehr?) funktioniert.


Wer wählt darf eben NICHT schimpfen. Jede Stimme, egal wem Du sie gibst, legitimiert den Regierungsanspruch der Partei(en), die letztendlich die Regierung stellen. Mit Deiner Stimme gibst Du ja quasi zu verstehen dass Du mit dem Wahlprozedere und mit der „Demokratie“ in ihrer jetzigen Form, einverstanden bist. Deshalb solltest Du Dich, so Du denn wählen gehst, mit dem Ergebnis zufrieden geben und eben NICHT schimpfen. Ich hingegen bin mit dem kompletten Wahlprozedere nicht zufrieden. Übersetzt heißt Demokratie „Volksherrschaft“, und darunter verstehe ich was anderes als alle Vier Jahre mal genötigt zu werden einen Stimmzettel abzugeben.

Myrddin hat geschrieben:Nicht wählen als Form des Protestes ist gescheitert. Das haben die letzten Jahre mehr als deutlich gezeigt. Da wird ein wenig geheuchelt das es doch so traurig ist, doch geändert wird nichts


Nicht zu wählen, ist für mich weniger Protest, als vielmehr logische Konsequenz. Ich sehe schlicht keinen Grund zu wählen. Ich werde nichts ändern da, wie der Felix schon gesagt hat, ein Großteil der Entscheidungen ohnehin auf wirtschaftlicher Ebene gefällt wird, und weil weiterhin ungewiss ist ob die Kandidaten ihre Versprechungen überhaupt einlösen, WENN denn der von mir gewählte Kandidat/die Partei überhaupt die Chance dazu bekommt sich einzubringen.

Myrddin hat geschrieben:(...mal abgesehen von teuren Kampanien die mit meinen Steuergeldern finanziert werden).


Ein weiterer Grund nicht zur Wahl zu gehen: Die Gelder die dafür sinnlos versenkt werden. Man fragt sich wozu überhaupt versucht wird auf diese Weise Leute zur Wahl zu motivieren, die eigentlich nicht gewählt hätten. Wer politisch nicht interessiert ist, sollte auch nicht zur Wahl gehen. Es macht keinen Sinn zu wählen nur um des Wählens willen, obwohl man sich eingenlich keine Meinung gebildet hat.

Myrddin hat geschrieben:Ich kann nur jeden empfehlen sich gut zu informieren. Ich war sehr überrascht was es neben "den Großen", für mich nicht mehr wählbaren und der noch viel weniger wählbaren braunen Suppe sonst noch so gibt. Auch auf die Gefahr hin das meine Stimme diesmal noch im "Sonstige-Sumpf" verlohren geht, wenn nur genug Bürger unzufrieden sind und nicht der Totalverweigerung anheimfallen, dann werden irgendwann die unzufriedenen "Sonstigen" beachtet werden müssen.


Und genau hier liegt der Sinn hinter den „Wahl-Motivations-Kampagnen“. Sinn macht es lediglich für die großen Parteien, und die Wirtschaftlichen Mächte die am Erhalt des Status Quo Interesse hegen: Wer politisch nicht interessiert ist, ist leicht zu beeinflussen, und wählt folglich die Parteien die am Präsentesten sind, und das sind nun mal immer die gleichen, die dadurch natürlich an mehr finanzielle Mittel kommen, und dadurch präsent bleiben können, und dadurch wieder an finanzielle Mittel kommen... ein Teufelskreis.
Ein weiterer Faktor der zum Erhalt des Status Quo beiträgt ist dieses eindimensionale Links-Mitte-Rechts-Denken. Natürlich tendiert die Mehrheit zur Mitte, sprich: zu den Etablierten. Siehe hierzu auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Tendenz_zur_Mitte
Im Machtgefüge stellen die kleinen Parteien allerdings auch einen wichtigen Faktor zum Erhalt des Status Quo dar. Die Linke- bzw. NPD-Regierung dienet als Horrorszenario sowohl für die jeweilige Gegenseite, als auch für das brave Bürgertum, so dass nur gewählt wird um eben dem jeweiligen Horrorszenario entgegen zu wirken. Nachdem ja, wie ich eingangs schon erläutert habe, jede Stimme den Legislaturanspruch der Regierenden untermauert, Profitieren natürlich vor allem die Etablierten von besagtem Umstand.
Die Medien tun ihr Übriges um die kleinen zu demontieren und die großen in den Fokus zu rücken. Bestes Beispiel: Fernsehduell der Kanzlerkandidaten. Genau zwei Kandidaten werden eingeladen sich vor einem Millionenpublikum einen verbalen Schlagabtausch zu liefern. Den übrigen Parteien bleibt diese Medienpräsenz verwehrt.
Und diese unsäglichen Imagekampanien zur Bundestagswahl. Ich wüsste nicht was die retuschierte Fratze Angela Merkels mit der politischen Kompetenz der CDU zu tun hätte. Hier zahlt der Bürger Maßnahmen, die ausschließlich der Manipulation SEINES Willens dienen.

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Beitragvon Lothar » Mi Jun 03, 2009 21:08

@Otto: Politikverdrossenheit ist eine Sache, das kann heutzutage wohl jeder verstehen, aber die pauschale Behauptung, dass niemand schimpfen darf, der wählen war, weil er damit das bestehende System unterstützt, ist nicht korrekt, weil es die einzige Möglichkeit ist, etwas zu ändern - von indiskutablen Versuchen wie einen Bürgerkrieg anzetteln usw. mal abgesehen. Eine Änderung gibt es aber nur, wenn auch Andere nicht nur die selben Parteien wählen wie immer. Insofern verhindert das Nicht-Wählen die Änderung, die du ja anscheinend auch gern hättest.
Auch das hier ist kein schlechter Grund zum Wählen:
Otto Normalverbraucher hat geschrieben:Die Linke- bzw. NPD-Regierung dienet als Horrorszenario sowohl für die jeweilige Gegenseite, als auch für das brave Bürgertum, so dass nur gewählt wird um eben dem jeweiligen Horrorszenario entgegen zu wirken.

Fast alles ist besser als die Randparteien, auch bekannt als Extremisten :? .
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Beitragvon Myrddin » Mi Jun 03, 2009 21:25

Otto, natürlich ist Dein Kommentar nicht Off-Topic. Nur der Titel hat so hübsch zur bisherigen Diskussion gepasst. 8)

Im Grunde kann ich wohl bei nichts was Du schreibst so wirklich wiedersprechen. Einzig, ich darf auch schimpfen wenn ich gewählt habe! Ich kann Deiner Argumentation allgemein sogar sehr gut folgen, war vor paar Wochen letztlich am gleichen Punkt.

Und sowas ist ein echtes Totschlagargument:

Otto Normalverbraucher hat geschrieben:Nicht zu wählen, ist für mich weniger Protest, als vielmehr logische Konsequenz. Ich sehe schlicht keinen Grund zu wählen. Ich werde nichts ändern da, wie der Felix schon gesagt hat, ein Großteil der Entscheidungen ohnehin auf wirtschaftlicher Ebene gefällt wird, und weil weiterhin ungewiss ist ob die Kandidaten ihre Versprechungen überhaupt einlösen, WENN denn der von mir gewählte Kandidat/die Partei überhaupt die Chance dazu bekommt sich einzubringen.


Damit hast Du vermutlich schlicht und ergreifend recht! Man ändert vermutlich nichts mehr ... vermutlich!?

Doch irgendwas wert sich in mir, dass ich mich nun entgültig ausklinke aus dem Ganzen. Ich wills wenigstens versucht haben! Scheitern kann man dann immer noch, aber zumindest mit einer kleinen Restunsicherheit. :wink:

In diesem Sinne...
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Beitragvon Dunkellicht » Do Jun 04, 2009 08:58

Wie ich sagte:
Ungültig wählen.
Aber ich glaue was Otto Normalverbraucher hier meint, dürfte die Tatsache sein das egal was und wie man wählt, am Ende sowieso nur scheisse rauskommt. Und da hat er eben recht, denn die Strukturen die dahinter stehen können wir leider nicht wählen...

Ihr faselt doch auch nur alle nach was man euch in den letzten Jahren eures Lebens eingetrichtert hat und was ihr mittlerweile selber glaubt: Das System funktioniert weil du Wählen gehst und mit deinem Wahlgang kannst du etwas erreichen. Wieviel Grüne mögen sich das gedacht haben nur um dann zu sehen wie ehemalige Anti-Kriegs Partei mit der SPD zusammen loszieht.

Das System ist "vielleicht garnicht mal so schlecht" (unter vorbehalt,..) und ich habe nichts gegen Lobbyarbeit wenn das alles transparent abläuft.
Aber dieser Bananenstaat ist doch mittlerweile nur noch auf Lügen aufgebaut. Über die StaSi und China schimpft man. Das einzige was heute anders ist, ist die Tatsache das heute die Propaganda viel weitreichender und subtiler ist.

Du willst etwas erreichen:
Mach eine Pseudostudio, mach fertige Pressetexte, gib die an die jeweiligen Agenturen raus, streu ein paar Interviews ein und schon wird ein Thema gehyped. Diese Agenturen beschäftigen sich mit nichts anderem als Meinungsmache. Ich sage nur INSM.
In unseren Augen mag das vielleicht böse sein, die probieren jedoch nur ihre Scheisse durchzusetzen. Würde jeder von uns genauso tun. Im Endeffekt sind wir nur neidisch über dieses fast perfekt funktionierende System. Und das schönste: Auch wenn es mit dem Dampfhammer nicht immer klappt, der Weg über die Hintertür (z.B. EU, oder Ländergesetze..) steht weiterhin hoffen.

Ein Kandiadat ohne unterstützung aus der Wirtschaft ist einfach nicht haltbar. Das ist wie in jeder anderen Sub Kultur auch: Man kennt sich eben weil man so eng beieinander ist ;)

Auswandern: Ja, wohl die einzige Möglichkeit oder ich canceln das Thema einfach komplett und reg mich über andere Sachen auf. Jede konstruktive Diskussion ist bei diesem Thema leider unmöglich.
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Beitragvon Otto Normalverbraucher » Fr Jun 05, 2009 22:04

Lothar hat geschrieben:... aber die pauschale Behauptung, dass niemand schimpfen darf, der wählen war, weil er damit das bestehende System unterstützt, ist nicht korrekt, weil es die einzige Möglichkeit ist, etwas zu ändern - von indiskutablen Versuchen wie einen Bürgerkrieg anzetteln usw. mal abgesehen.


Von pauschaler Behauptung kann nicht die Rede sein, ich hab durchaus versucht meine Aussage argumentativ zu untermauern. Auch meine Ansicht, dass sich durch Wählen nichts ändert hab ich, so denke ich, einigermaßen ausführlich begründet, während Du hier wieder das Gegenteil behauptest ohne auf meine Argumentation einzugehen oder selbst irgendwelche Argumente ins Feld zu führen. Wenn Dir meine Begründung lückenhaft oder undurchsichtig erscheint, wäre es angebracht detaillierter auf jene einzugehen, und nicht einfach unbegründete Gegenbehauptungen aufzustellen.

Lothar hat geschrieben:Insofern verhindert das Nicht-Wählen die Änderung, die du ja anscheinend auch gern hättest.


Vielleicht hoffe ich auch darauf dass eine geringe Wahlbeteiligung die Herren Machthaber zum Umdenken animiert. Mehr direktes Mitspracherecht durch Volksentscheide bei wichtigen Themen wäre zum Beispiel so eine Idee um den Politikverdrossenen hinterm Ofen vor zu locken. Sicher, eine ähnlich naive Hoffnung, wie die, durch wählen etwas zu verändern, aber immerhin.

Lothar hat geschrieben:Auch das hier ist kein schlechter Grund zum Wählen:
Otto Normalverbraucher hat geschrieben:Die Linke- bzw. NPD-Regierung dienet als Horrorszenario sowohl für die jeweilige Gegenseite, als auch für das brave Bürgertum, so dass nur gewählt wird um eben dem jeweiligen Horrorszenario entgegen zu wirken.

Fast alles ist besser als die Randparteien, auch bekannt als Extremisten


So hatte ich das eben nicht gemeint! Eine Partei zu wählen ohne hinter ihr zu stehen, nur um der Gegenseite das Wasser ab zu graben, also quasi das kleiner Übel fördern, ist meiner Ansicht nach ein fauler Kompromiss. Ob Randparteien jetzt schlimmer sind als die "politische Mitte" (was ich von derartiger Terminologie halte hab ich ja bereits erwähnt), oder ob die einfach schlechter heucheln, wäre jetzt nochmal ein Thema für sich.

Myrddin hat geschrieben:Einzig, ich darf auch schimpfen wenn ich gewählt habe!


Na von mir aus kannst Du schon schimpfen, es ging mir ja auch hauptsächlich darum, mich gegen Die von Dir aufgestellte Behauptung zu wehren, wer nicht wählt dürfe auch nicht schimpfen.

Myrddin hat geschrieben:Doch irgendwas wert sich in mir, dass ich mich nun entgültig ausklinke aus dem Ganzen. Ich wills wenigstens versucht haben! Scheitern kann man dann immer noch, aber zumindest mit einer kleinen Restunsicherheit.


Greif weiter nach dem Regenbogen, ich wünsch Dir Glück, aber an einen Erfolg glaub ich trotzdem nicht.

Dunkellicht hat geschrieben:Wie ich sagte:
Ungültig wählen.


Ungültig wählen ist eine Möglichkeit wenn man zu verstehen geben will, dass man mit der Parteienlandschaft unzufrieden ist. Ich bin mit dem kompletten Apparat unzufrieden. Mir ist diese Art der Demokratie grundsätzlich zuwider. Zu indirekt, zu undurchsichtig und zu künstlich. Vom Volk geht da kaum mehr was aus. Kaum einer glaubt noch an die Möglichkeit einer Änderung, und die Bevölkerung misstraut Politikern auf breiter Front, trotzdem machen alle mit. Aus Angst vor schlimmerem vermutlich und diese Angst wird fleißig geschürt. Ich mach da nicht mit, auch nicht mit einem leeren Stimmzettel. Dafür ist mir schon meine Zeit zu schade.
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Beitragvon Lothar » Fr Jun 05, 2009 22:46

Otto Normalverbraucher hat geschrieben:Von pauschaler Behauptung kann nicht die Rede sein, ich hab durchaus versucht meine Aussage argumentativ zu untermauern.

"Pauschal" bedeutet nicht "fehlende Argumente ", sondern "mangelnde Betrachtung von Randbedingungen" :idea: :wink: .

Otto Normalverbraucher hat geschrieben:Vielleicht hoffe ich auch darauf dass eine geringe Wahlbeteiligung die Herren Machthaber zum Umdenken animiert. Mehr direktes Mitspracherecht durch Volksentscheide bei wichtigen Themen wäre zum Beispiel so eine Idee um den Politikverdrossenen hinterm Ofen vor zu locken. Sicher, eine ähnlich naive Hoffnung, wie die, durch wählen etwas zu verändern, aber immerhin.

Dazu hast du selbst die passende Antwort geschrieben (wenn von dir auch auf anderes gemünzt) :wink: :
Otto Normalverbraucher hat geschrieben:Greif weiter nach dem Regenbogen, ich wünsch Dir Glück, aber an einen Erfolg glaub ich trotzdem nicht.


Otto Normalverbraucher hat geschrieben:Ungültig wählen ist eine Möglichkeit wenn man zu verstehen geben will, dass man mit der Parteienlandschaft unzufrieden ist. Ich bin mit dem kompletten Apparat unzufrieden.

Nein, ungültig wählen nervt die Wahlhelfer, hat aber politisch absolut keine Auswirkung. Es taucht in keiner offiziellen Statistik auf und gar nichts. Da ist es wirklich besser, daheim zu bleiben - es sei denn, du nutzt den Weg zum Wahllokal zum Jogging oder so :lol: .
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Beitragvon Otto Normalverbraucher » Fr Jun 05, 2009 23:29

Lothar hat geschrieben:"Pauschal" bedeutet nicht "fehlende Argumente ", sondern "mangelnde Betrachtung von Randbedingungen"


Gut dass Du's sagst, dann erläutere mir doch bitte die von mir außer Acht gelassenen Randbedingungen.

Zum weiteren Verständnis:
1. Ich habe NICHT gesagt ich wähle nicht, um die Herrschenden zum Umdenken zu bringen, sonder weil es die logische Konsequenz für jemanden darstellt, der sich gewiss ist dass wählen zu nichts führt. Ich sagte lediglich dass es ein Denkansatz SEIN KÖNNTE durch nichtwählen zum Nachdenken anzuregen, und dass dieser Ansatz in etwa genau so realistisch ist wie durch wählen etwas verändern zu wollen. Nämlich garnicht.
2. Der Ausspruch "Greif weiter nach dem Regenbogen, ich wünsch Dir Glück" war NICHT ironisch gemeint!
3. Mag sein, dass ungültig wählen politisch keine Konsequenz hat. Fakt ist jedoch, wer zur Urne geht muss mit dem Urnengang an sich ja einverstanden sein, mit der Parteienlandschaft aber wohl nicht, sonst gäbe er seinen Stimmzettel kaum ungültig ab. Mehr hab ich nicht behauptet. Für mich macht das ohnehin keinen Unterschied weil ich GARNICHT wählen gehe. Deine Aussage sollte sich also vermutlich an den Felix richten. Mein Zitat hat da nichts verloren.
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Beitragvon Myrddin » Sa Jun 06, 2009 00:01

Otto Normalverbraucher hat geschrieben:Vielleicht hoffe ich auch darauf dass eine geringe Wahlbeteiligung die Herren Machthaber zum Umdenken animiert. Mehr direktes Mitspracherecht durch Volksentscheide bei wichtigen Themen wäre zum Beispiel so eine Idee um den Politikverdrossenen hinterm Ofen vor zu locken.


Interessanter Ansatz irgendwie! Auch interessant das bei der Europawahl dieses Jahr zwei Parteien/Bündisse zur Wahl stehen die als Kernthese genaus dieses fordern (guuut, wenn man den Rechtspopulist streicht sinds nur noch eine). Mehr direkte Demokratie bei wichtigen Themen, evtl. sogar mehr Basisdemokratie ingesamt? Sowas könnte man schon seine Stimme geben. Die Leute die wählen gehen können solchen Ideen eben ihre Stimme geben. Der Rest kann nur hoffen das die Herren Machthaber die nach wie vor von denen gewählt werden die eben beim geringeren Übel bleiben irgendwann von selber umdenken, denn andere kommen nicht an die Macht, die werden ja nicht gewählt von den Leuten die denken es ändert sich eh nichts.

Aber stimmt schon Kleinstparteien, Splittergruppen und Sonstige wählen bringt eh nix. Kommen ja nie über die 5% Hürde. Dann lieber bei den +-40% Nicht-Wählern bleiben. Die Zahl ist wenigstens zweistellig. 8)

Gruß
Myrddin
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Beitragvon Otto Normalverbraucher » So Jun 07, 2009 18:20

Myrddin hat geschrieben:
Otto Normalverbraucher hat geschrieben:Vielleicht hoffe ich auch darauf dass eine geringe Wahlbeteiligung die Herren Machthaber zum Umdenken animiert. Mehr direktes Mitspracherecht durch Volksentscheide bei wichtigen Themen wäre zum Beispiel so eine Idee um den Politikverdrossenen hinterm Ofen vor zu locken.


Interessanter Ansatz irgendwie! Auch interessant das bei der Europawahl dieses Jahr zwei Parteien/Bündnisse zur Wahl stehen die als Kernthese genaus dieses fordern (guuut, wenn man den Rechtspopulist streicht sinds nur noch eine). Mehr direkte Demokratie bei wichtigen Themen, evtl. sogar mehr Basisdemokratie ingesamt? Sowas könnte man schon seine Stimme geben. Die Leute die wählen gehen können solchen Ideen eben ihre Stimme geben. Der Rest kann nur hoffen das die Herren Machthaber die nach wie vor von denen gewählt werden die eben beim geringeren Übel bleiben irgendwann von selber umdenken, denn andere kommen nicht an die Macht, die werden ja nicht gewählt von den Leuten die denken es ändert sich eh nichts.


Den Ansatz mag man interessant finden, aber, ich weiß nicht ob das jetzt wirklich angekommen ist: Das ist kein Ansatz den ich mit meiner Wahlverweigerung verfolge! Ich hab die Idee nur geäußert um Lothars Aussage zu entkräften, man könne allein durch wählen etwas ändern.
Die Forderung nach mehr direkter Demokratie mittels Volksbegehren und Volksentsentscheid auf Bundesebene ist im Regierungsprogramm der SPD übrigens auch enthalten, an anderer Stelle jedoch will man die Demokratie durch ein (SEHR fadenscheinig begründetes) Parteiverbot weiter demontieren.

Myrddin hat geschrieben:Sowas könnte man schon seine Stimme geben. Die Leute die wählen gehen können solchen Ideen eben ihre Stimme geben.


Auch interessant wäre natürlich auch zu erfahren was sich die Wählenden überhaupt an Veränderung erhoffen. Wenn sich's nur um Kleinigkeiten, wie z.B. die Ächtung des Wortes "Leitkultur" oder um den Medienfüherschein für Kinder und Jugendliche dreht, dann kann ich mir schon vorstellen dass man durch Wählen den gewünschten Effekt erzielt.
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